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Schlafapnoe – (k)ein Thema in der Pflege
Der VdK Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen (Atemstillstände im Schlaf) weist anlässlich der 17. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Schlaf-forschung (DGSM) darauf hin, dass ca.8 Millionen Menschen in Deutschland an der Schlafapnoe erkrankt sind. In der Arbeit der Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen nimmt die von den Patienten beklagte unzureichende stationäre Betreuung einen großen Raum ein.
Die Schlafapnoeerkrankung ist immer noch ein "Stiefkind" in der medizinischen Aus- und Fortbildung der Gesundheitsberufe.
Medizinisches Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, dass in den 80er Jahren ausgebildet wurde, hat häufig von der Erkrankung noch nichts gehört und ist deshalb bei der Versorgung, Betreu-ung und Pflege von Schlafapnoepatienten überfordert. Auch bei den jüngst ausgebildeten Gesund-heits-, Kranken- und Altenpfleger/innen ist das Wissen über die Erkrankung häufig nicht vorhanden.
Dies kann unter Umständen lebensbedrohliche Auswirkungen für den Patienten/Bewohner haben. Die Ursache liegt darin, dass es sich bei der Schlafmedizin um eine junge Wissenschaft handelt. In den letzten Jahrhunderten wurde dem Schnarchen und dem sich daraus häufig entwickelnden obst-ruktiven Schlafapnoe-Syndrom kaum Aufmerksamkeit gewidmet – bestenfalls als ein störendes Mo-ment für den Zuhörer.
Der VdK Fachverband teilt weiterhin mit, das die Anzahl, der in den Schlaflaboren diagnostizierten Patienten ständig zunimmt. Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der Patienten/Bewohner, die ihr Atemtherapiegerät in Kliniken und Einrichtungen der Altenpflege einbringen, in den nächsten Jahren sprunghaft ansteigen wird.
In der Arbeit der Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen nimmt die von den Patienten beklagte unzureichen-de stationäre Betreuung einen großen Raum ein. Das medizinische Personal ist häufig, auf Grund fehlender spezifischer Aus- u. Fortbildung, nicht in der Lage Patienten, die mit einem eigenen Atem-therapiegerät in die Klinik kommen, sachgerecht zu versorgen.
Häufig fehlen einfachste Grundkenntnisse über die Schlafapnoe. Viele Patienten haben in den Selbst-hilfegruppen berichtet, dass das medizinische Personal die Atemtherapiegeräte (z.B. CPAP) nicht kannte. Eine häufige Frage an den Patienten war: "Was haben sie denn da für ein Gerät auf dem Nachttisch? So etwas habe ich ja noch nie gesehen?"
In der Regel übernimmt der Patient die notwendigen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Betrieb seines Atemtherapiegerätes selbst. Wenn er dies jedoch auf Grund seines Gesundheitszustandes nicht kann, muss das medizinische Personal diese Aufgaben übernehmen. Hierzu ist es erforderlich, dass das für die Versorgung zuständige medizinische Personal über das Krankheitsbild "Schlafapnoe" und das Ziel der Therapie (Verhinderung der Apnoen) informiert ist. Hierzu gehört auch das Handling der Atemtherapiegeräte und Atemmasken. Weitere Informationen hier.
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