Erfurt 2002

Lernwege für soziale Kompetenz
Fachtagung und Mitgliederversammlung des AAA vom 13. bis 15. Mai 2002
Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt


Das ehrwürdige Ambiente des Augustinerklosters bildete einen stilvollen Rahmen für die diesjährige Fachtagung des AAA zum Thema „Lernwege für soziale Kompetenz“: Der hohe Stellenwert sozialer Kompetenzen im -sozialpflegerischen- Berufsprofil Altenpflege ist unumstritten; entsprechend hoch ist der Anspruch, diese „soft skills“ in der Ausbildung gesichert zu vermitteln.

Unter dem Motto: „Aufgezeigt! Wie die Vermittlung sozialer Kompetenz gelingt“ wurden gleich am ersten Abend einige erprobte Modelle vorgestellt: Eine ausgeklügelte anthroposophisch-kreative Methodik-Didaktik ebenso wie ein Praxisprojekt „Schülerstation“.

Der Hauptreferent für den Dienstag, Herr Dr. Bernd Runde hatte kurzfristig absagen müssen. Dafür sprang Frau Dr. Hoppe, Vorstandsvorsitzende des AAA, mit einer Übung ein, die es in sich hatte: 40 gestandene Ausbildungsleitungskräfte befleißigten sich in einem Kartenspielturnier und merkten vor lauter Ehrgeiz nicht, was mit ihnen im Gegeneinander geschah – wie im richtigen Leben. Der Transferschock dürfte nachhaltige Wirkung für die eigene Lehrpraxis bewirkt haben.


 

Die Mitgliederversammlung am Nachmittag zeigte deutlich, dass ein trägerübergreifender Zusammenschluß von Ausbildungsstätten Altenpflege auf Bundesebene wichtiger ist denn je: Die Verunsicherung über die Zukunft der Altenpflegeausbildung hat zu einer dramatischen Verschlechterung der Ausbildungs-Infrastruktur geführt: In den Berichten aus den Ländern wurde erschreckend deutlich wie sich die Schere zwischen dem Bedarf an Altenpflegefachkräften auf der einen Seite und der „Zulieferung“ fachlich qualifizierter Altenpflegender durch die Ausbildungsstätten auf der anderen Seite weiter öffnen wird. Eine Not-wendige, kompetente Vertretung der Altenpflegeschulen durch den AAA in Berufs- und Sozialpolitik kam im Bericht der Vorsitzenden zum Ausdruck und wurde von den Mitgliedern auch im einstimmigen Beschluß zur Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf 100 Euro/ Jahr bestätigt.

 

Nach einem solchen dichten Tag hatten wir uns einen entspannten Abend verdient: Die Stadtführung durch Erfurt bildete einen Gang durch die Geschichte, nicht zuletzt auch durch die beklemmende Gegenwart des Kreuzes, der Blumen und der Lichter am Domvorplatz.

Zwei hochkarätige Arbeitseinheiten verdrängten am Mittwochvormittag die Vorabend/ -nacht(!)müdigkeit:

 

In sprachliche Eleganz gekleidet und mit einem wahren Feuerwerk an Ideen gab C. Wolfgang Müller mit seinem Vortrag „Präzision und Leidenschaft“ den Teilnehmern eine Fülle von Anregungen für den beruflichen Alltag und darüber hinaus. In die Zukunft blickte danach der Abschlußvortrag „E-Learning besser als ein Buch?“ von Nicola Döring. Sie stellte ein breites Szenario bereits existierender Möglichkeiten des E-Learnings mit allen Stärken und Schwächen vor.




Herzlichen Dank an Herrn Koperski für die Tagungsbilder und den Kolleginnen und Kollegen für die fotogenen Auftritte.

 

 

Einer von vielen Gründen für eine Mitgliedschaft im Arbeitskreis für Ausbildungsstätten in der Altenpflege (AAA)  ist der fachliche und informelle Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Altenpflegeschulen stellen ihre Projekte vor
Erstmalig wurde bei dem  diesjährigen Treffen des AAA eine Anregung  aus der Vorjahrestagung aufgegriffen und umgesetzt. Mitgliedsschulen des AAA nutzen das Angebot am ersten Abend schulspezifische Projekte vorzustellen und mit den Teilnehmer/Innen zu diskutieren.

Das Fachseminar für Pflegeberufe des Oberbergischen Kreises in Gummersbach stellte ihr Modell der Schülerstation vor. Dieses wurde von Frauke Hesseler-Gatzemeier, die Altenpflegerin und Lehrerin für Pflegeberufe ist, entwickelt.