DZA - Was macht professionelle Pflege aus?

Berlin, März 2008

Was macht professionelle Altenpflege aus? – Orientierungen und Maßstäbe fachgerechter Pflege älterer Menschen

Die folgenden Ausführungen sollen das berufliche Selbstverständnis von Fachkräften in den Einrichtungen der Altenhilfe stärken und die Bedeutung des Zusammenspiels von Mitarbeiter/-innen, Trägern, Politik, Medien, Vertreter-/innen der Gesellschaft und nicht zuletzt Nutzer/-innen betonen. Zu diesem Zweck wird in diesen Orientierungen zum einen das Berufsbild der Fachkräfte in derAltenpflege definiert und zum anderen werden wesentliche Merkmale des Berufsfeldes beschrieben. Ihre Adressaten sind in erster Linie die Mitarbeiter/-innen in den Einrichtungen der Altenhilfe. Dabei wird die Altenhilfe nicht auf die klassischen ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen beschränkt. Angesprochen werden daher auch Mitarbeiter/-innen in ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Krankenhäusern, Geriatrien, Rehaeinrichtungen und Beratungsstellen.
Vorbemerkungen
Fachkräfte in der Altenpflege sind wichtige Akteure in einem zentralen gesellschaftlichen Handlungsfeld. Die Versorgung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen bedeutet Wahrnehmung sozialer Verantwortung und gelebte Solidarität. Hierfür müssen ausreichend Ressourcen bereitgestellt und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Freiräume bieten, ohne auf klare Grenzen und Regeln zu verzichten. Über deren Umfang und Ausgestaltung findet ein ständiger gesellschaftlicher Aushandlungsprozess statt, an dem sich die Fachkräfte in der Altenpflege aktiv beteiligen sollen. Die Menschen, die sich für die Altenpflege als Beruf entscheiden, brauchen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung befähigen (vgl. § 3 Altenpflegegesetz und die Anerkennung als anderer Heilberuf im Sinne des Grundgesetzes).

Vollständiges Arbeitspapier des DZA (Deutsches Zentrum für Altersfragen) als pdf Dokument